Verbeamtungen zum Schulanfang – PKV für Lehramtsanwärter

Pünktlich zum Schulanfang erfolgen wie jedes Jahr wieder die Einstellungen der Lehramtsanwärter. Als Referendar hat man die Möglichkeit, aufgrund eines Statuswechsels zwischen der privaten Krankenversicherung für Lehramtsanwärter und der gesetzlichen Krankenversicherung zu wählen.

PKV oder GKV für Referendare ?

Die erste Frage, die sich dann oftmals stellt ist: Kann ich mich jemals wieder für eine andere Krankenversicherung entscheiden? Komme ich z.B. wieder von der privaten Krankenversicherung zurück in die Gesetzliche? Oder bin ich dann in der PKV “gefangen”?

Ich kann Sie beruhigen. Sollte man sich beispielsweise für die PKV entscheiden, und am Ende des Referendariats nicht verbeamtet werden, dann findet wieder ein sog. Statuswechsel statt. Bei diesem wird man hier wieder versicherungspflichtig, sofern das Einkommen unterhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt. Sofern man nicht sofort verbeamtet wird, jedoch eine Beamtenstelle in Aussicht hat, bieten die meisten privaten Krankenversicherer dann Übergangslösungen an. Das heißt, man wird für die Wochen oder Monate bis zur Verbeamtung auf Probe dann zu 100 % in einem Spezialtarif versichert. Über diese Möglichkeiten verfügen Erfahrungsgemäß aber nicht alle privaten Versicherer.

Was kostet ein Ausbildungstarif für Lehramtsanwärter ?

Je nach Eintrittsalter und Gesundheitszustand kostet ein sehr guter Versicherungsschutz für Referendare ca. 50 bis 90 EUR. Das ist natürlich auch vom Bundesland und der jeweiligen Beihilfeverordnung abhängig. In einigen Bundesländern erstattet die Beihilfe z.B. stationäre Wahlleistungen, was eine andere Absicherung nötig macht, als in Bundesländern ohne Wahlleistungen.
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Welche Leistungen sind nötig und wichtig ?

Auch hier gilt wieder: Das kommt darauf an. Einerseits gilt es, die Grundleistungen der Beihilfe des Dienstherren zu beachten. Andererseits spielen persönliche Gegebenheiten eine Rolle. Je nach Bundesland benötigen Referendare auch unterschiedliche Beihilfeergänzungstarife. Hier ist es umso wichtiger, einen Makler zu Rate zu ziehen, der sich mit dem Thema der privaten Krankenversicherung für Beamte gut auskennt. Leider sind heute immer wieder 3 oder 4 Gesellschaften mit Ihren Vertretern teilweise schon auf Infoveranstaltungen für Referendare vertreten, oder haben sog. “Vertrauensleute” in Schlüsselpositionen innerhalb der Institute sitzen, welche dann (entgegen den Datenschutzgesetzen) die Daten der Lehramtsanwärter weitergeben. Lassen Sie sich nicht von Einfirmenvertretern (Versicherungsvertreter, welche nur für eine Gesellschaft arbeiten) einwickeln. Der Grund, weshalb diese “Berater” auf Infoveranstaltungen für Referendare und/oder Beamtenanwärter auftreten, ist nicht das gute Angebot.

Vorsicht bei der Auswahl der PKV für Lehramtsanwärter !

Mit der Wahl einer Gesellschaft oder eines Tarifs trifft man unter Umständen die Entscheidung für den Rest seines Lebens ! Denn nur wer nach dem Referendariat auch noch die entsprechende Gesundheit für einen Wechsel hat, kann dann noch einmal zu einer anderen Gesellschaft wechseln. Auch gehört zu einem guten PKV Vergleich für Lehramtsanwärter, dass man sich die Folgetarife anschaut. Oft finde ich Gesellschaften in der Liste, die eine super günstige PKV für Referendare anbieten, jedoch nach dem Referendariat dann 50 EUR mehr kosten, als die günstigsten Mitbewerber. Leider verschweigen vor allem abhängige Versicherungsvertreter gerne, was der Schutz nach dem Studium kostet. Wenn dann schon eine Vorerkrankung vorliegt, ist es für einen Wechsel zu spät, und Sie (bzw. auch Ihre Kinder) sind ein Leben lang an einen Tarif gebunden, der mehr kostet als sein müsste.

Leistungen in Ausbildungstarifen weichen ab von Beamtentarifen !

Einige Gesellschaften bieten in Ihren Ausbildungstarifen hervorragende Leistungen, wie z.B.:

  • 100 % Zahnersatz
  • 6 Monatsbeiträge Beitragsrückerstattung
  • kein Hausarztprinzip
  • keine Selbstbehalte bei Arzneimitteln, Arztbesuchen usw…


Aber hier ist äußerste Vorsicht geboten ! Denn die Leistungen des Ausbildungstarif müssen nicht mit den Leistungen des Beamtentarifs übereinstimmen. Oftmals ist die Beitragsrückerstattung nicht garantiert (also Erfolgsabhängig) und später viel niedriger als während des Referendariats. Es gibt auch Gesellschaften, die später plötzlich das Primärarztprinzip (Hausarztprinzip) in den Beamtentarifen enthalten haben, von dem zuvor keine Rede war. Wieder andere (auch große bekannte “Beamtenversicherer”) haben Preis-/Leistungsverzeichnisse enthalten, oder Höchstleistungen von wenigen tausend EUR
pro Jahr im Zahnersatz… Alle diese dinge merkt man erst viele Jahre später. Deshalb ist gerade beim PKV Vergleich für Lehramtsanwärter die Beratung durch einen Profi-Makler unerlässlich !

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